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Optionstarife in der Krankenversicherung

Flexibel bleiben, vor allem, wenn man noch gar nicht weiss, welche Überraschungen und Möglichkeiten die Zukunft bringt!

„Das einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.“, so schrieb es bereits Heraklit. Doch passt dieses Zitat in den heutigen Zeitgeist, besser als je zuvor.

Fragen wie der Wohnort, die eigene Familienplanung oder verschiedene Lebensmodelle waren beinahe nie vielfältiger beantwortbar als heute. Die vielen Möglichkeiten, die jungen Leuten heutzutage offenstehen bieten beinahe unendliche Alternativen in verschiedenen Lebensphasen. Eine zielgerichtete Lebensplanung wird dadurch in einigen Punkten schwieriger und die gewonnene Chance sich individuell zu entfalten lassen sich vor allem auf Versicherungsseite nur schwer einfangen.

Um den Überblick nicht zu verlieren und trotz spontaner neuer Ideen flexibel abgesichert zu sein, bieten einige Versicherer Optionstarife an, die es bspw. jungen Leuten ermöglichen eventuell Versicherungsleistungen zu einem späteren Zeitpunkt zu vereinbaren, ohne eine erneute Gesundheitsprüfung oder horrende Beiträge fürchten zu müssen.

Der frühe Abschluss von Versicherungen hat in vielen Bereichen große Vorteile, aber was macht man, wenn die Absicherung zum eigenen Lebensmodell später nicht passt?

Hier bieten Optionstarife bspw. für eine private Krankenversicherung die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt in die Versicherung einzusteigen und im Vorhinein gute Konditionen zu sichern, die man im gehobenen Alter nicht mehr erhalten würde. Die private Krankenversicherung ist dabei aber nicht verpflichtend und sie haben die Wahl, ob sie eintreten möchten oder nicht.

Wichtig hierbei: Alle diejenigen, die vorher privat krankenversichert waren und für die erste Arbeitsstelle oder aufgrund von Altersbeschränkungen in die GKV wechseln mussten, sollten sich mit dem Thema Anwartschaft auseinandersetzen.

Eine Anwartschaft (grob wird hier zwischen einer kleinen und einer großen unterschieden) friert den Gesundheitsstatus und/oder das Eintrittsalter ein, sodass man sich bessere Konditionen für den möglichen Wiedereinstieg in die private Krankenversicherung sichert.

Auch wenn man zum dualen Krankenversicherungssystem noch keine abschließende Meinung hat und die persönlichen Vorzüge erst eruieren muss, bietet eine Anwartschaft oder ein entsprechender Optionstarif Planungssicherheit, um auch auf unvorhergesehene Ereignisse vorbereitet zu sein.

Vielen ist nicht bewusst, dass einzelne auch eher unscheinbare Diagnosen zu erheblichen Mehrbeiträgen, Ausschlüssen oder sogar Ablehnungen bei Versicherungen führen können.

An welchen Kriterien sollte man sich orientieren?

In Vorbereitung auf diesen Artikel haben wir uns im Team die Arbeit gemacht und die derzeitig gängigen und am Markt erhältlichen Optionstarife miteinander verglichen und hieraus eine möglichst übersichtliche Zusammenstellung erarbeitet. Wer hieran Interesse hat, möge sich gerne an die auf der FVDZ Website angegebenen Kontaktdaten der auxmed wenden.

Es ist dabei nicht abwegig, ein mögliches Zukunftsszenario, dass man sich vorstellen könnte, als Grundlage zu sehen und überlegen, welche Versicherungen dann interessant wären.

Grundsätzlich ist bspw. interessant, ob Leistungen aus dem Bereich der Osteopathie, Kieferorthopädie, verschiedene Naturheilverfahren oder andere Leistungen für einen in Frage kommen oder welche Lebensumstände, einen doppelten finanziellen Boden verlangen.

Hierzu zählt die Existenzgründung aber auch bspw. die Familienplanung oder eine Baufinanzierung.

Neben den Inhalten sind vor allem Tarifstabilität und die derzeitigen Beiträge zu vergleichen. Diese zwei Kennzahlen sind gute Indikatoren, um die Güte eines Tarifs abschätzen zu können. Kombiniert ergeben sich so einige Präferenzen, denen man sich im Folgenden genauer widmen kann.

Ein kleiner Tipp: Häufig sind Optionstarife Bausteine anderer Versicherungen oder werden in Kombination vergünstigt angeboten. Hier sollte man genau hinschauen, ob sich die gewählte Kombination für einen lohnt.

Man beachte, dass man bei der ersten Kaufentscheidung (Auswahl des Haupttarifs) sehr preis- und inhaltssensibel ist, man häufig aber bei Bausteinen und Zusatzprodukten nicht mehr so genau hinschaut. (Stichwort: Aftersales)

Ergänzend sind die Dauer der Option, die Zeitpunkte, wann man die Option ausüben kann und die Voraussetzungen für das Inkrafttreten von Bedeutung. Hier ist unter anderem darauf zu achten, dass viele Versicherungen das Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung als Maßgabe sehen. Diese finanzielle Kennzahl ändert sich jährlich und kann dazu führen, dass unter Umständen eine Option verwirkt, ohne die Kenntnisnahme des Versicherten. Es ist daher wichtig, die Bedingungen hierfür genau zu lesen und im Zweifel lieber einmal mehr nachzufragen.

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