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Die Frage: „Was macht eine Praxis aus?“, klingt trivialer als man zu Beginn vielleicht vermuten mag. Sie kann jedoch einen erheblichen Einfluss auf die Zukunft Ihrer Praxis haben.

Doch kurz vorweg: Wenn man an Marketing in Bezug auf die Praxis denkt, würde einem als Erstes Werbung einfallen, die für Kunden ausgelegt oder in verschiedenen Medien platziert wird. Annoncen oder kleine Banner, die auf den Standort der Praxis und vielleicht sogar spezielle Behandlungen hinweisen aber in den wenigsten Fällen wird darüber nachgedacht, welche Zielgruppe, neben Patienten, noch erhebliche Relevanz für die Außendarstellung hat.

Mitarbeiter und potenzielle zukünftige Kolleginnen und Kollegen sind eine Zielgruppe, die direkten Einfluss auf das Miteinander und zu einem hohen Maß auch den Erfolg der Praxis haben.

Der heutige Arbeitsmarkt

Noch vor wenigen Jahren, konnten sich die meisten Arbeitgeber, aus einer Vielzahl von Bewerbern die entsprechenden Fachkräfte aussuchen, die ihrer Meinung nach, am besten in das Unternehmen passen würden. Hier machten Ärzte/ Zahnärzte keine Ausnahme.

Heute hat sich das Bild gewendet und gutes Personal für Schlüssel- oder Engpassfunktionen ist nur schwierig zu finden.

Dabei deuten die meisten Prognosen und auch demografische Entwicklungen daraufhin, dass wir erst am Anfang dieser Entwicklung stehen und in den nächsten Jahren mit einer zunehmenden Verknappung von Fachkräften rechnen müssen. Es wird daher immer deutlicher, dass Unternehmen ihre Vorzüge in die Arbeitswelt kommunizieren und sich entsprechend am Markt positionieren müssen.

Auch das Gesundheitswesen bleibt von diesen Tendenzen nicht verschont und schon heute wird es in vielen Bereichen immer schwieriger, Stellen zu besetzen. Als Konsequenz müssen große Anstrengungen unternommen werden, um Personal zu beschaffen, es langfristig zu binden und Abgänge adäquat zu ersetzen.

Das Recruiting von medizinischen Fachangestellten und Ärzten gewinnt immer mehr an Relevanz und zeichnet sich heute als strategischer Erfolgsfaktor aus.

Wo können Sie also ansetzen?

Um Bewerber/ -innen von Ihrer Praxis zu überzeugen und ein realistisches Bild des Arbeitsalltags, der gelebten Kultur und Ihren Patienten darzustellen, benötigt es häufig mehr als ein Bewerbungsgespräch.

Eine Möglichkeit ist es die Perspektive des potenziellen neuen Mitarbeiters/ Mitarbeiterin zu begeben und den „Arbeitsmarkt“ aus der Sicht eines Bewerbers betrachten.

Was fällt auf?

Es gibt nicht den einen Arbeitsmarkt, sondern viele Möglichkeiten, sich über neue Stellen zu informieren und zu suchen. Schnell verliert man hier den Überblick und vor allem viel wichtiger: Eine Stellenausschreibung, eine Anzeige in der Lokalzeitung oder digitale Portale geben nur einen kleinen Eindruck von dem, was einem in der Praxis erwartet. Viele wichtige Faktoren können nur erahnt werden und ein nicht zu unterschätzendes Risiko nehmen Bewerber aktiv in Kauf, mit der Gefahr im Nachhinein, sich erneut umschauen zu müssen.

„Wie verringert man nun das große Fragezeichen für Bewerber?“

Eine im letzten Jahr getätigte Umfrage, in der „Wir in“ hat gezeigt, dass neben Arbeitszeitmodellen, der Bezahlung, der Führungskultur etc. es vor allem Faktoren wie Wertschätzung und Anerkennung der täglichen Leistung am Arbeitsplatz, entscheidet für Bewerber werden.

Ein Punkt stach allerdings im Besonderen heraus: Das Miteinander!

 

Das Miteinander als ausschlaggebender Punkt für neue Bewerber:

Ein Miteinander lässt sich nicht messen oder in Zahlen darstellen. Das Miteinander wird gelebt. Wie so häufig sagen an dieser Stelle sagen Bilder/ Videos mehr als tausend Worte und zum Glück besitzen wir mittlerweile eine Fülle an Plattformen, diese mit unseren Mitmenschen zu teilen.

Hier kommt es vor allem allerdings auf eine gewisse Kontinuität an, sodass ein Social-Media Account langfristig ausgelegt werden sollte. Das Posten von Fotos oder kleinen lustigen Storys aus dem Praxisalltag, der letzten Weihnachtsfeier oder dem Betriebsausflug sind genau so wichtig, wie bspw. mal eine morgendliche Kaffeetasse oder aktuelle Ankündigungen. Ein Social-Media Account kann als Sprachrohr und Schaufenster der Praxis gesehen werden. Meine Empfehlung ist daher, auch wenn ihr nicht direkt neue Mitarbeiter sucht, ein authentisches Bild der Praxis langsam auch im digitalen aufzubauen.

Werdet zu Markenbotschafterinnen eurer Praxis und wenn ihr gerne dort arbeitet, teilt es mit anderen!

Viele weitere Ideen werden wir in den kommenden Ausgaben noch etwas genauer besprechen, also seid gespannt!

Zurück zum Thema: Plattformen wie Instagram bspw. eignen sich sehr gut, um auch Stellenanzeigen zu teilen. Teilt die Anzeige oder ein kurzes Reel zu dem Thema in einer Story und bittet alle aus dem Team diese Story weiterzuteilen und schon ergibt sich ein interessanter Effekt.

Der erste Post auf der Seite der Praxis erreicht vielleicht 50% der Follower des Praxisaccounts (bspw. 300 Follower), sobald ihr allerdings diesen weiterteilt und gehen wir mal von weiteren 300 Followern pro Mitarbeiterin aus, so sind das schon bei einem kleinen Team aus 5 Leuten 1500 weitere Personen, die darüber informiert werden, dass ihr Verstärkung für euer Team sucht.